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Die Gedenkstätte in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel

Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel: Ehemaliges Hinrichtungsgebäude.
© Markus Weber. Stiftung niedersächsische Gedenkstätten  
Im Innenhof des damaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel entstand im Herbst 1937 eine Hinrichtungsstätte, in der Todesurteile der deutschen zivilen und militätischen Gerichtsbarkeit vollstreckt und vom 12. Oktober 1937 bis zum 15. März 1945 mehr als 700 Zivilisten und Soldaten geköpft oder gehängt wurden. Nach der Befreiung im April 1945 ließen die britischen Militärbehörden zwischen Juni 1945 und Juli 1947 noch 67 Todesurteile vollstrecken.

Die Hinrichtungsstätte konnte erhalten und im April 1990 im Auftrag des Niedersächsischen Justizministeriums in eine Gedenk- und Dokumentationsstätte für die Opfer der NS-Justiz umgewandelt werden. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in Forschungen zur Geschichte der NS-Justiz und insbesondere in der Erforschung der Schicksale hingerichteter und anderer Opfer der NS-Justiz, wozu vor allem die Beschaffung von historischen Dokumenten für die Angehörigen zur Aufklärung der Schicksale gehört. Weiterhin werden mit einem breiten Programmangebot von Führungen und Seminaren Besuchergruppen - besonders Schulklassen - betreut.

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte dokumentiert unter dem Titel "Justiz im Nationalsozialismus - Verbrechen im Namen des deutschen Volkes" die Entwicklung der deutschen Justiz in den Jahren 1933 bis 1945. Sie nennt die Namen von Tätern und Opfern, präsentiert Biographien des aktiven Mitwirkens an stattlichen Verbrechen ebenso wie Schicksale von Frauen und Männern als Objekte staatlicher Gewalt.

Informationen zur Dauerausstellung und zu anderen interessanten Themen finden Sie in unserem städtischen Veranstaltungskalender.

Besuchsinformationen

Die Gedenkstätte befindet sich innerhalb des Sicherheitsbereiches einer Justizvollzugsanstalt. Ein Zugang ist nur für Gruppen nach Voranmeldung möglich.

Der Zugang zur Gedenkstätte ist nicht barrierefrei. Das ehemalige Hinrichtungsgebäude ist über einzelne Stufen barrierearm erreichbar. Die Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus“ und die Seminarräume liegen im 1. Stock und sind nur über eine Treppe erreichbar. Die Stockwerke des Gebäudes sind nicht durch Aufzüge verbunden.

Um Führungen, Studientage oder Fortbildungen anzumelden, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf (unten).

Führungen, Studientage und Fortbildungen

Die Gedenkstätte bietet an allen Wochentagen Führungen für Gruppen von etwa 8 bis 30 Personen an. Bitte melden Sie sich möglichst frühzeitig an und teilen Sie uns eventuelle Wünsche bezüglich inhaltlicher Schwerpunkte mit.

Die Besuchergruppen werden durch das ehemalige Hinrichtungsgebäude und die Dauerausstellung zur Justiz im Nationalsozialismus geführt und erhalten einen Überblick über die mehr als 700 Hinrichtungen, die ab 1937 im ehemaligen Strafgefängnis Wolfenbüttel vollstreckt wurden. Darüber hinaus wird die Rolle der Justiz im Nationalsozialismus näher beleuchtet.

Die Führungen wenden sich an Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Gruppen aus Kirchen, Gewerkschaften, Vereine oder Parteien, aber auch Freizeitgruppen, Firmen oder private Freundeskreise. Eine Führung dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden.

Viele Gruppen wünschen eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema, als in einer kurzen Führung möglich ist. Deshalb bietet die Gedenkstätte halb- oder ganztägige Studientage mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. Diese können je nach Dauer und Wünschen der TeilnehmerInnen unterschiedliche Elemente beinhalten:

  • Führung durch die ehemalige Hinrichtungsstätte
  • Führung oder selbständiges Arbeiten mit Aufträgen in der Dauerausstellung "Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus"
  • Arbeit mit Quellenmaterial wie Gesetzestexten, Todesurteilen, Gnadengesuchen oder Briefen
  • Vorführung eines Filmes
  • Gespräch mit einem Gefängnisseelsorger oder Mitarbeiter der JVA zum Strafvollzug heute

Sinnvoll ist in jedem Fall eine genaue Absprache, damit die Veranstaltungen individuell auf die Gruppe zugeschnitten werden können. Besonders für Gruppen der Sekundarstufe I bietet es sich an, sich im Vorfeld die Fragebögen für die Dauerausstellung anzuschauen, und zu überlegen, ob man diese mit der Gruppe benützen möchte.

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel bietet zu den Themen für Studientage begleitend oder vorbereitend Lehrerfortbildungen an. Dabei werden die bisher erarbeiteten Unterrichtseinheiten und weitere didaktische Materialien vorgestellt und diskutiert.

Kontakt

Stadt Wolfenbüttel

Kulturbüro
Stadtmarkt 3-6
D-38300 Wolfenbüttel

Telefon: 05331 86 -0
Fax: 05331 86 -444
Kulturbuero@
Wolfenbuettel.de

Film "Wolfenbüttel - Endlich zuhause!"

https://youtu.be/ALyVOipPAVg
© Stadt Wolfenbüttel 

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© Stadt Wolfenbüttel/www.coolpano.de 

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