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Die Ortsteile

Adersheim

Wappen AdersheimDie erste urkundliche Erwähnung des im Bistum Hildesheim gelegenen Ortes datiert auf die Zeit um das Jahr 1150. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort Adersheim in einer Urkunde des Klosters Sankt Luidger in Helmstedt, das in Adersheim Ländereien besaß. Nach historischen Funden archäologischen Materials könnte der Ort auch älteren Ursprungs sein, welches sich bis heute aber nicht urkundlich nachweisen lässt.

Gleiches gilt auch für den Ortsnamen, der sich nicht schematisch einer Epoche zuordnen lässt. So wurden seit 1150 in der Literatur verschiedene Schreibweisen verwandt, wie Adersem - Adershem - Ardesheim - Hardesheim - Aderseim - Adersumb - oder Arsen.

Der Gründungsursprung des Ortes Adersheim dürfte der heute noch vorhandene Wall gewesen sein, der an der heutigen Westerntorstraße in der Ortsmitte des alten Ortskerns liegt und mit einem Wassergraben (Wallgraben) umzogen ist. Auf diesem Wallgraben dürfte die erstmals um 1300 erwähnte Turmhügelburg (Motten) gestanden haben. Diese sogenannte Motten bestanden aus einem von Wasser umgebenen Hügel, auf dem ein hölzerner oder auch steinerner Turm errichtet wurde, der zu Wohn- und Wehrzwecken diente. Betrachten wir heute diese Wallanlage im Ort, auf der möglicherweise eine Turmhügelburg gestanden hat, so ergibt sich durch Betrachtung der zeitlichen Umstände, wonach solche Bauwerke ab dem 12. Jahrhundert gebaut wurden, dass sich dies annähernd mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes deckt. Hieraus lässt sich zumindest ablesen, dass Namensgebung und Bau der Burg in etwa auf die Zeit Mitte des 12. Jahrhunderts hindeuten. Von den ältesten vorhandenen urkundlichen Belegen hat der Förderkreis Ortschronik Kopien im Stübchen des Dorfgemeinschaftshausen zur Ansicht ausgehängt.

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Ahlum

Wappen Ahlum

Ahlum hieß 888 Odenheim, 1179 Adenheim und 1474 Odelem. Das Dorf besaß um 1800 eine Kirche, die 1243 bis 1246 erbaut wurde. Vor dem Dorf stand eine Windmühle. Die erste Mühle muß schon vor 1584 in Ahlum gestanden haben. Die letzte wurde 1950 abgebrochen. Das adelige Geschlecht ist von 1157 bis 1413 nachweisbar. Ein beträchtliches Gut des Dorfes gehörte der Rinkenschen Familie. Die Ländereien umfaßten etwa 410 Morgen zehntbares Land und ca. 50 Morgen Wiesen. Oberhalb des wasserreichen Dorfes liegt das Landschaftsschutzgebiet "Filiensee". Dort ist ein altes germanisches Quellheiligtum. Ahlum liegt mit seinen 1.308 Einwohnern östlich von Wolfenbüttel. Sehenswürdigkeiten in unserem Ortsteil sind unsere St. Marienkirche, der alte Ortskern mit den Fachwerkhäusern und die gut erhaltenen Bauerhöfe nach dem Dorferneuerungsprogramm.

Weitere Einzelheiten können Sie unserer Homepage www.ahlum.de entnehmen.

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Atzum

Wappen Atzum

Seit 1974 ist Atzum mit ca. 260 Einwohnern der kleinste von zehn Ortsteilen der Stadt Wolfenbüttel und liegt 4 km nordöstlich der Innenstadt. Durch die Kreisstraße 4 ist Atzum direkt mit Wolfenbüttel verbunden, weitere Verbindungen bestehen zu den Nachbarorten Ahlum, Wendessen und Salzdahlum.

Atzum wurde 1051 unter dem Namen Etloveshem erstmals urkundlich erwähnt. Die Stephanskirche, mit welcher zur damaligen Zeit das Archiediakonat verbunden war, soll zu den Anfang des 9. Jahrhunderts vom Halberstädter Bischof gestifteten 35 Sendkirchen gehören. Im 30-jährigen Krieg wurde Atzum vollständig niedergebrannt, später aber von den Bürgern wieder aufgebaut.

Der Dorfkern Atzum hat annähernd die runde Form eines Haufendorfes, lediglich eine Siedlungserweiterung nach 1950 ist hier hinzugekommen. Der Ort wird durch eine strenge Ost - West - Lage der errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude geprägt, so dass je nach Straßenführung die Gebäude giebel- oder traufenständig an der Straße liegen. Die Wegeführung sowie die Parzellenstruktur sind bis heute fast unverändert geblieben. Durch den Rückgang der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten hat jedoch eine Umnutzung einiger Gebäude zu Wohngebäuden, sowie eine Rand- und Lückenbebauung auf ehemaligen Hofgrundstücken eingesetzt. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, zumal ehemalige Hofstellen im Augenblick untergenutzt sind, es aber einigen Bedarf an Wohnraum in Atzum gibt.

Neben den üblichen städtischen Ver- und Entsorgungseinrichtungen hat Atzum eine Kirche mit Friedhof, eine Feuerwehr, einen Sportverein mit Fußball-, Tischtennis und Gymnastikabteilung, einen Spielplatz und ein neu gestaltetes Dorfgemeinschaftshaus. Eine sehr intakte Dorfgemeinschaft trifft sich auf vielen alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen, z.B. Wanderungen, Osterfeuer, Maibaum, Kinderfest und Konzerten und hat auch im Jahr 2001 das 950- jährige Bestehen des Ortes mit vielen Veranstaltungen gebührend gefeiert.

Atzum hat sich gerade in den letzten Jahren sehr bemüht, seinen dörflichen Charakter zu erhalten. Dies wird auch deutlich durch die Tatsache, dass Atzum im Jahr 2002 bei dem Wettbewerb " Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft" den dritten Platz belegt hat.

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Fümmelse

Wappen Fümmelse

Seit 1965 besitzt Fümmelse ein Ortswappen: im durch Wellenschnitt geteilten Wappenschild oben in Silber ein altes Steinkreuz in natürlichen Farben, unten in Blau ein silbernes Wellenband. Das Steinkreuz, vielleicht ein Sühnezeichen für eine begangene Bluttat, ist das älteste geschichtliche Denkmal in Fümmelse und steht heute vor dem Eingang der Gethsemane-Kirche. Der silberne Wellenbalken mag den Wasserreichtum der Fümmelser Feldmark symbolisieren: das Wasserloch "Die Gabe Gottes", den alten "Fümmelschen Teich" und das heutige Schwimmbad "Fümmelsee", das heute noch im Volksmund als Tongrube bezeichnet wird und damit an die Ziegelei erinnert.

Vimmelse, Vemelhusen oder Vimmelhusen, wie es früher hieß, gehörte zur Michaeliskirche in Braunschweig. Der Name hat nichts mit einem See zu tun, obwohl es ein Freibad in Fümmelse gibt. 1158 wird der Ort Fümmelse erstmals in einer Urkunde erwähnt. Aufgrund des Wasserreichtums erhielten die Wolfenbütteler, besonders aber das Schloß, aus dieser Gegend und dem Fümmelser Teich das Trinkwasser.

Im zweiten Weltkrieg wurde Fümmelse Kriegsgebiet. Zum Schutze der neu gebauten, benachbarten Reichswerke wurde 1943 zunächst eine Flakstellung errichtet. Viele Flüchtlinge aus dem Osten fanden hier zunächst ein Notlager. Ein großer Teil der Vertriebenen ist seitdem ansässig geworden und hat eine neue Existenz gegründet. Dieses zeigen u.a. die Einwohnerzahlen: 1942 = 995, 1950 = 1736, 2002 = 2904. Wann die Kirche erbaut worden ist, weiß man nicht. Fest steht aber, dass der Kirchturm 1566 errichtet wurde. Im ältesten Kirchenrechnungsbuch von 1629 wurde registriert, dass die Kirche schon vor dem dreissigjährigen Krieg (1618-48) eine Glocke besaß.

Trotz der vielen Neubaugebiete - nach 1945 das Gebiet Nordring für Flüchtlinge und Vertriebene, Ritterhof/Am Graad mit Wohnblocks und Reihenhäusern und in den letzten fünf Jahren "Im Kleinen Feld" mit rund 145 Einfamilienhäusern - hat Fümmelse seinen ländlichen Charakter erhalten. So findet man alte Hofanlagen, die teilweise bewirtschaftet werden, und das Hafflinger-Gestüt Lörcher.

Besonders in den letzten Jahren sind sehr viele junge Familien ansässig geworden, da ein Kindergarten mit Hort vorhanden ist, ferner eine zweizügige Grundschule bis Klasse 4, eine halbstündige Busanbindung an die Kernstadt Wolfenbüttel, eine Bankfiliale, Postagentur sowie Gewerbebetriebe (Frisör, Tischlerei, Schlachterei, Einzelhandel, Hotel- und Gastronomiebetriebe). Durch den Bau der Autobahn 395 ist eine direkte, kurze Anbindung nach Braunschweig, Hannover, in den Harz und nach Salzgitter gegeben. Dadurch ist der Ortsteil Fümmelse ein guter Wohnstandort.

Der Ort zeichnet sich auch durch ein reges Vereinsleben aus, so dass auch Neubürger über 17 Vereine und Verbände gut integriert werden können. Insgesamt kann man feststellen, dass die Fümmelser stolz sind auf das Geschaffene der letzten 30 Jahre: "Alte Schule" als Dorfgemeinschaftshaus - Turnhalle - Friedhofskapelle - Neubau Feuerwehrgerätehaus - moderne Spielplätze. Diese Entwicklung wollen sie auch in Zukunft aktiv und lebensnah mitgestalten.

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Groß Stöckheim

Wappen Groß Stöckheim

Groß Stöckheim ("stoc-heim") wurde 1051 in einem Diplom des Kaisers zuerst erwähnt, als dieser die öffentliche Kirche dem Bischof von Hildesheim übereignete. Diese wurde Sitz eines Archidiakonats, wo zeitweilig über Einwohner von bis zu 40 Dörfern und fünf Braunschweiger Stadtgemeinden westlich der Oker auf dem Sendgericht Vergehen gegen die Kirche geahndet wurden. Auch das Landgericht fand regelmäßig hier statt.

Ortsname und Grabhügel (am Leiferder Weg) unterstreichen, dass bereits in den drei Jahrhunderten vor 1000 eine Siedlung bestand. Aus zwei Grundherrschaften entstand zwischen 1200 und 1300 das Dorf mit Kirche, Opferei, Schäferei und großen und kleinen Höfen. Schon vor 1200 war eine der Grundherrschaften in bischöflich-hildesheimischem Besitz. Daraus entstanden Höfe, die als "Luttekes ambt" bis ins 19. Jahrhundert bischöflicher Besitztitel blieben. Bis weit ins 19. Jahrhundert hatten alle 19 Höfe des Dorfes Bestand, heute existieren noch zwei Vollbauernhöfe.

Die verkehrsgünstige Lage, kaum zwei Kilometer vom Stadtzentrum Wolfenbüttels entfernt und dicht an der Okeraue, hat das Leben der Einwohner immer bestimmt. Unzählige Male waren Dorf und Wiesen überschwemmt. Die Nähe zu Wolfenbüttel und den Städten Braunschweig und Salzgitter ist für alle der rund 1500 Einwohner, Alteingesessene wie Neueinwohner, ein großer Vorzug. In historischer Zeit war sie Fluch und Segen zugleich. Zur Wolfenbütteler Innenstadt verkehren halbstündlich Linienbusse, so dass eine schnelle Erreichbarkeit der Arbeitsplätze und vieler kultureller Einrichtungen und Veranstaltungen gesichert ist. Groß Stöckheim zeichnet sich darüber hinaus durch seine hervorragende Infrastruktur (Kindertagesstätte und Grundschule) sowie sein reges Vereinsleben (Männergesangverein, Freiwillige Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr etc.) aus. Neben diesen Vorzügen tragen heutzutage günstige Baumöglichkeiten zum Wachstum des Ortsteiles bei.

Siedlung und Dorf waren immer bedroht, wenn um die Burg Wolfenbüttel Machtkämpfe tobten: So zu Beginn des 13. Jahrhunderts zwischen den Wolfenbüttler Asseburgern und den welfischen Herzögen; dann in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts zur Zeit der Hildesheimer Stiftsfehde und wieder während der Fehde zwischen dem Wolfenbüttler Herzog und der Stadt Braunschweig hundert Jahre später. Im Dreissigjährigen Krieg wurde das Dorf eingeäschert und danach wie die Festung Wolfenbüttel durch den Dammbau 1627 wie 1641 unter Wasser gesetzt.

Im 16. und 17. Jahrhundert erhielten hier Amtsträger und Bedienstete des Wolfenbüttler Herzogs von ihrem Herrn Anrechte an Hof und Land - z.B. 1524 der Küchenschreiber und spätere Großvogt Napp. Dessen Anwesen blieb bis um 1930 in Familienbesitz. Dem Kanzler Dr. König verlieh der Herzog 1605 das Gut und 1609 das Schriftsassenprivileg, d. h. König durfte im Dorfe Recht sprechen. Seither wird der stattliche langgetreckte Barockbau im Nordosten des Dorfs "Schriftsassenhof" genannt (im Kern vom Ende des 17. Jahrhunderts). Auch der Krug wurde von Bediensteten des Herzogs betrieben. Gleich nach dem Dreissigjährigen Krieg entstand er 1651 neu, als der herzogliche Hofschneider Krüger wurde. Dieser Hof ist heute das älteste Haus im Dorf und mit der Inschrift und dem reich mit Schnitzereien verzierten Erker einzigartig in und um Wolfenbüttel (Leiferder Weg 8).

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Halchter

Wappen Halchter

Erste urkundliche Erwähnung 1149 als Haletre, als hier eine von der Mutterkirche Groß Stöckheim abgezweigte Pfarrkirche, mit Tauf- und eingeschränktem Begräbnisrecht, eingerichtet wurde. Der Ortsname veränderte sich von Halctere (1219 n.Chr.), Halechtere (1219/25 n.Chr.), Hallectere (1280 n.Chr.), Halctern (1308 n.Chr.), Halcheren (1353 n.Chr.) bis Halgtere (1403 n.Chr.) und Ende des 13. JH verliert sich die Spur eines ritterlichen Geschlechts.

Das jetzige Rittergut ist seit 1648 aus mehreren Höfen und ab 1772 mit dem Vorwerk Monplaisir entstanden. Nahe des Ortsteils Bungenstedt (urk. 1131 erwähnt), später Landwehrturm/1461 genannt, an der Grenze zwischen dem ehem. Königreich Hannover und des Herzogtums Braunschweig, steht die um 1880 erbaute Erdholländer-Windmühle, vom Förderkreis seit 1983 wieder hergerichtet. Halchter hat heute 1405 Einwohner.
 

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Leinde

Wappen Leinde

Seit der Eingemeindung 1974 ist unser Dorf der westlichste Stadtteil Wolfenbüttels. Im Osten bindet die A 395 die Städte Braunschweig, Hannover und Wolfsburg und im Westen die B 248 unseren Ort an das Salzgittergebiet an. In südlicher Richtung erreicht man schnell den Harz.

Erstmals wird unser Dorf im Jahr 1078 als "Lenethe" in einer Urkunde erwähnt. Anzeichen sprechen dafür, dass Leinde zu dieser Zeit schon lange als besiedelter Ort existierte. Das aus -ithi abgeschliffene -de bedeutet "Platz". Die Herkunft des Bestimmungswortes "Lein" bleibt ungeklärt, vermutet wird eine "Augenblicksbildung" über die Erscheinung des Landschaftsbildes.

Leinde ist seit eh und je ein Bauerndorf. Heute gibt es noch vier landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe. Über Schicksale unseres Dorfes während der kriegerischen Ereignisse (nach 1466) in den folgenden Jahrhunderten ist nichts bekannt. Die Kirchenbücher beginnen 1649 und sind am Anfang lückenhaft.

Erkennungszeichen unseres Dorfes ist der markante als Walmdach hochgezogene Kirchturm mit den zwei Wetterfahnen. Die Kirche ist bis heute der Mittelpunkt der Ortschaft. Aus Anlass der Renovierung und Wiedereinweihung wurde Ostern 1986 auf Vorschlag des Kirchenvorstandes unserer Kirche durch den damaligen Landesbischof Prof. Dr. Gerhard Müller in einem Festgottesdienst der Name "Petrus- und Paulus Kirche" verliehen. Seit Juni 1972, als der letzte Pfarrer von Leinde in den Ruhestand ging, bildete Leinde zusammen mit Adersheim und SZ-Immendorf einen Pfarrverband.

Seit 1983 hat unser Dorf ein Sportgemeinschaftshaus, darüber hinaus zwei Tennisplätze und einen Sportplatz. Der TSV Leinde kann dadurch für alle Altersgruppen ein breitgefächertes Angebot für seine 650 Mitglieder vorhalten.

In der ehemaligen Schule ist seit 1992 ein Kindergarten untergebracht. Ein ehemals zweiter Klassenraum wird von den Kinderspielkreisen, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Seniorenkreis und dem Kirchenvorstand genutzt. Im zweiten Stock des Gebäudes befindet sich zudem für die Leinder Jugend ein ca. 25 qm großer Jugendraum.
 

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Linden

Wappen Linden

Der Ortsname Linden lässt sich als "Lindenheim" erklären und ist in Deutschland und auch in anderen Ländern häufig vertreten. Die Dithmarscher Gemeinde Linden hat mit 240 Orten dieses Namens in der Aktion "Linden grüßt Linden" 1977 Kontakt hergestellt.

Erstmals wurde Linden im Jahre 1007 urkundlich unter dem Namen Lindim/Lindun belegt. Weitere Namensformen waren im Laufe der Jahrhunderte: Lindem - Linder - Lindum - Lyndum - Lyndem - Lynden - Linde und Lindhem, bis sich im 19. Jahrhundert die heute gebräuchliche Schreibweise durchsetzte. Linden lag an der Heerstraße, die von Braunschweig über Wolfenbüttel und Halberstadt nach Leipzig und Erfurt führte. Hier wurde ein Zoll eingerichtet, der seit dem 14. Jahrhundert urkundlich nachweisbar ist.

Bereits im Jahre 1374 gab es in Linden ein Gasthaus, das Herzog Friedrich den Braunschweiger Bürger Heynemann mit der Taverne zu Lindem belehnte. Dort, wo die frühere Heerstraße nach Leipzig die Altenau überquerte, befindet sich heute die Donnerburgbrücke, eine der ältesten Gewölbebrücken Niedersachsens.

Ehemalige Besitzer des Rittergutes mit dem zu Eigentumswohnungen umgebauten Herrenhaus war unter anderem die Familie von Münchhausen, laut Kaufvertrag zwischen Herzog Anton Ulrich und Hieronymus von Münchhausen urkundlich belegt. Zum Herrenhaus gehörte der Gutspark, der im französischen Stil symmetrisch angelegt war. Heute als grüne Lunge für Wolfenbüttel maßgeblich eingebunden.

Die Lindener Kirche wurde am 13. November 1118 gegründet und ist nach dem Heiligen Brictius benannt. Die Kirchenglocke stammt aus dem Jahre 1671 mit einem Spruch Psalm 78.1: "Neiget euer Ohr". Das älteste Inventarstück aus dem Jahre 1669 ist eine barocke Messingtaufschale, die mit Ranken und Blumen verziert ist. 1971 wurde der Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Wolfenbüttel ausgehandelt, der nach drei Jahren, die für die Umstellung erforderlich waren, in Kraft trat.

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Salzdahlum

Wappen Salzdahlum

Wenn wir Salzdahlumer der ersten urkundlichen Erwähnung unseres Heimatortes im Jahre 888 n.Chr. gedenken, so ist damit natürlich nichts über das wahre Alter dieses Ortes ausgesagt. Die ersten Spuren menschlicher Besiedelung stammen aus der mittleren Steinzeit. Vermutlich schon früh war das Salzvorkommen ein Grund, hier zu siedeln. Dieses Salzvorkommen ist auch als Namensgeber zu betrachten, von Dalhem über Saltdalheim, Dalum zu Salzdahlum.

Der Salzberg liegt an der Straße nach Sickte, kurz bevor die Straße die Wabe überquert, auf der rechten Seite. Hier wurde Sole aus zwei Brunnen geschöpft und in großen Pfannen ausgesiedet. Dieses Gewerk wurde bis 1852 ausgeübt. In diesem Bereich existiert heute noch ein Naturdenkmal, wo seltene Salzpflanzen vorkommen. Die wichtigste Erwerbsquelle bis in die Neuzeit hinein war die Landwirtschaft, noch heute prägen landwirtschaftliche Hofanlagen das Ortsbild, wobei die Anzahl der Höfe stark zurückgegangen ist.

Etwa 1670 begann eine Entwicklung, die das Leben in unserem Dorfe stark beeinflusste und Salzdahlum in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt machte: das Lustschloss Salzdahlum wurde geplant und errichtet. Anton Ulrich verwirklichte hier seinen Traum, ein prächtiges Schloss errichten zu lassen, um das ihn viele Regenten beneiden würden. Aus chronischem Geldmangel heraus wurde dieses Schloss allerdings in großen Teilen aus Holz errichtet, welches kunstvoll bemalt wurde und so Marmor oder ähnliche Baustoffe vortäuschte. Auf Grund der Bauweise begann schon recht früh der Verfall, welcher durch Versteigerung und Abriss ab 1810 endete.

Große und berühmte Häupter besuchten in dieser Periode unseren Ort. Peter der Große weilte hier ebenso wie Johann Wolfgang von Goethe. Kunstwerke und ein prächtiger Park sorgten für ein entsprechendes Ambiente. Heute sind nur noch wenige Relikte aus dieser Zeit im Ort zu sehen, wenige Gebäude und einige Kunstwerke. Ein Schlossmodell und einige Gegenstände daraus können im Museum im Schloss Wolfenbüttel besichtigt werden. Bereits seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts steht der heutige Kirchenbau, er wurde zeitgleich mit dem Braunschweiger Dom zur Zeit Heinrich des Löwen errichtet. Damals wie heute bestimmte der Anblick des wuchtigen Turmes unser Dorfbild schon von weitem.

In der neueren Zeit wurde intensiv am Ausbau der Infrastruktur gearbeitet, so konnten Grundschule und Kindergarten an den Erfordernissen ausgerichtet modernisiert und erweitert werden. Die Ausweisung von Neubaugebieten ist vorerst abgeschlossen, die vorhandenen infrastrukturellen Kapazitäten lassen zurzeit eine Ausdehnung des Ortes nicht zu. Derzeit leben ca.1700 Menschen in Salzdahlum.

Salzdahlum wird aber auch geprägt durch ein sehr reges Leben in Vereinen und Verbänden, ein gemeinsamer Festausschuss plant Feste und Veranstaltungen für die Dorfgemeinschaft. Es gibt sehr aktive Altenkreise, die einen Großteil der Seniorenarbeit gestalten. Salzdahlum besitzt auch ein eigenes Ortswappen, was die Identität nach außen nachhaltig stärken soll; eine Ortschronik, welche die lange und illustre Geschichte wiedergeben soll, ist in Vorbereitung.

Insgesamt kann man mit Fug und Recht behaupten, die Salzdahlumer sind stolz auf ihre Geschichte und wollen auch ihre Zukunft aktiv und lebenswert gestalten. Weitere Informationen zu unserem Ort erhalten Sie im Internet auf unserer Homepage www.salzdahlum.com .

Ralf Achilles, Ortsbürgermeister, Herbst 2002
 

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Wendessen

Wappen Wendessen

  • Wendessen liegt an der B 79 (Wolfenbüttel/Halberstadt) und an der Altenau (entspringt im Elm, mündet zwischen Ohrum und Halchter in die Oker). Die Landwirtschaft teilt sich in bäuerliche Betriebe und das Rittergut. Das Rittergut (alter Gebäudebestand bis auf Einfahrtsbereich - mit Adlern auf den Pfeilern - im Krieg vollständig zerstört) war von 1864 bis 2001 im Besitz der Familie Seeliger und befindet sich seit 2001 im Eigentum der Stadt Wolfenbüttel. Bei einem Luftangriff am 14.01.1944, der etliche Dörfer südlich von Wolfenbüttel traf, wurden nicht nur das Rittergut, die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche und verschiedene Wohnhäuser, Scheunen und Ställe zerstört, sondern durch einen Volltreffer auf einen Zug kam es zu einer hohen Zahl an Zivilopfern (2 Personen im Dorf, 2 Flakhelfer am Kalkwerk, 2 Fremdarbeiter sowie 30 Fahrgäste des Zuges). Wendessen heute ist seit der Gebietsreform 1974 Ortsteil von Wolfenbüttel und hat rund 800 Einwohner.


Geschichte:

  • erste urkundliche Erwähnung 1170 als "Winedissen",
  • um 1200 als "Winethissem"
  • Deutung des Namens als "Heim im Weidezaun", siehe auch Ortswappen (1992 erstellt): St. Georgs-Kreuz und geflochtener Zaun
  • Zerstörung des Dorfes im dreißigjährigen Krieg (1627)
  • Seit 1843 Eisenbahnanschluss (Strecke Braunschweig-Wolfenbüttel-Schöppenstedt-Schöningen-Helmstedt), allerdings gegenwärtig kein Haltepunkt.
  • 1857 bis 1957 Zuckerfabrik (Rübenanlieferung noch bis 1965), Kalkwerk (außerhalb, an der B 79 auf dem Wendesser Berg). Diese Betriebe sowie Bahn und Landwirtschaft prägten den Ort und boten lange Zeit Arbeitsplätze für Einwohner des Dorfes und aus der Umgebung.
  •  

Infrastruktur:

  • Verbindung mit Wolfenbüttel durch zwei stündlich verkehrende Buslinien (710, Winnigstedt - Wolfenbüttel; 798, Salzdahlum - Wolfenbüttel)
  • Bei Realisierung des Regionalbahn-Konzepts ist die Einrichtung eines Haltepunkts in Wendessen vorgesehen. Damit würde eine direkte Verbindung mit der Innenstadt von Braunschweig bestehen.
  • Schlachterei sowie Gaststätte/Hotel
  • Kindergarten im Nachbarort Ahlum
  • Schulen in Wolfenbüttel (einschl. Grundschule), direkte Verbindung durch Schulbus.

Vereine/Vereinigungen:

  • Sportverein (mit verschiedenen Sparten wie Fußball, Tennis, Gymnastik, Tanz etc.)
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Schützenverein
  • Männergesangsverein
  • Frauensinggruppe
  • Frauenhilfe
  • Kirchbauverein
  • "Initiative Wendesser Spritzenhaus"
  • Kleingartenverein
  • Seniorenkreis
  • Siedlerbund.

www.wendessen.de

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Stadt Wolfenbüttel

Zentrale
Stadtmarkt 3-6
D-38300 Wolfenbüttel

Telefon: 05331 86-0
FAX: 05331 86-444
Stadt@Wolfenbuettel.de

Film "Wolfenbüttel - Endlich zuhause!"

https://youtu.be/ALyVOipPAVg
© Stadt Wolfenbüttel 

Klicken Sie auf das Bild, um den Film zu starten. Weitere Infos 

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